Strategischer Aufbau und Module

„Liebe braucht Abstand“ ist vorzugsweise eine kommunale Verkehrssicherheitskampagne. Sie richtet sich an Städte und Gemeinden, die proaktiv Unfallgefahren ausmachen und reduzieren wollen. Ergänzend lassen sich einzelne Formate wie zum Beispiel Plakate oder Banner durchaus auch auf regional und überregionalen Straßen anwenden, wenn es um das dichte Auffahren und Drängeln von Autofahrern geht.
Die Durchführung von „Liebe braucht Abstand“ verläuft in fünf aufeinander aufbauenden Aktions- bzw. Kommunikationsstufen.

Stufe 1: Dialog mit Akteuren: Verkehrssicherheitskonferenz

Den Beginn der Kampagne markiert eine kommunale Verkehrssicherheitskonferenz. Hier wird in einem moderierten Prozess im Rahmen eines Workshops mit ausgesuchten Vertreterinnen und Vertretern der Verkehrsgruppen „Autofahrer“, „Öffentlicher Verkehr“, „Radfahrer“ und „Fußgänger“ ein konsensualer Verhaltenskodex erarbeitet. Dieser ist zugleich Grundlage für eine vom Stadtrat zu beschließende Deklaration zur Verkehrssicherheit. Die Deklaration bildet gleichzeitig die Grundlage für die zukünftige, lokale Verkehrsplanung bzw. Verkehrssicherheitsarbeit.
Hier geht's zu den einzelnen Deklarationen!

Stufe 2: Medienoffensive

Unmittelbar nach positivem Ratsbeschluss erfolgt die Durchführung der eigentlichen Kampagne. In einer Pressemitteilung werden die Ergebnisse der Sicherheitskonferenz, die Ziele, Maßnahmen und Kommunikationsinstrumente der Kampagne vorgestellt. Diese bestehen aus aufmerksamkeitsstarken Großflächenplakaten, Plakaten, Postkarten, einer Info-Broschüre, und unserem Film "Liebe braucht Abstand". Die Kampagne wird über die Presseverteiler und Social-Media-Kanäle der Initiatoren flankierend begleitet.

Stufe 3: Aktionen vor Ort

In der dritten Stufe erfolgt eine Verdichtung durch Aktionsmaßnahmen, die je nach Kommune individuell gestaltet werden können. Als Kampagnenmodule stehen ein mobiler Aktionsstand mit Glücksrad, Informationen zur Deklaration inkl. Beteiligungsmöglichkeit für die Bürgerinnen und Bürger sowie ansprechende Give-Aways zur Verfügung. Es kann aus verschiedenen innovativen Aktionsformaten (Schwimmnudel, Flashmob, Plakat Walker, etc.) gewählt werden.

Hier geht es zu den bisherigen Aktionstagen in Ahlen, Brühl, Dortmund, Minden, Troisdorf und Dülmen.

Stufe 4: Folgegespräche

In einem anschließenden Gespräch mit den Ansprechpersonen ist Zeit für konstruktives Feedback. Für die zukünftige Verkehrssicherheitsarbeit werden Handlungsschwerpunkte abgeleitet und ein Verstetigungsworkshop in groben Zügen vorbereitet.

Stufe 5: Verstetigungsworkshop

Die Kampagne endet mit einem Workshop, in welchem die Teilnehmer der Sicherheitskonferenz noch einmal zusammenkommen. Die Ergebnisse der Sicherheitskonferenz werden in Form der Deklaration noch einmal vorgestellt und mit den Teilnehmenden konkrete Handlungsansätze für die Kommunen identifiziert. Um diese Handlungsansätze in Zukunft zu verfolgen, werden Strukturen für eine Versteigung erarbeitete und Zuständigkeiten festgelegt.